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Der Porsche 924 wird zum Kultwagen |
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Der Porsche 924 hatte in den 1970er Jahren keinen leichten Start. Doch mittlerweile ist der „Volksporsche“ mit VW Agregat zum gesuchten Oldtimer geworden. Auch wenn sich einige Modelle noch „Winterschlaf“ befinden (Siehe Foto), erzielen gut erhaltende Modelle jetzt schon vierstellige Beträge. Drei Jahrzehnte her: 1978 änderte sich die Porsche-Welt im rasenden Tempo. Was da im Rückspiegel des irritierten 911- und 928-Piloten immer größer wurde, war rot und silber und ziemlich schnell. Der neue 924 turbo war da. Mit ziemlich auffälliger Bicolor-Lackierung und immerhin 170 PS zeigte der aufgeladene 924, dass auch ein bis dahin als „Hausfrauen-Porsche” geschmähter Transaxle-Vierzylinder auch ganz schön Porsche sein konnte.Leichtmetallräder im Speichen-Design, bisher eine optionale Ausstattung der Baureihe, waren beim 924 turbo serienmäßig. Der schwarze Heckspoiler aus Polyurethan würde ab 1981 bei allen Versionen den cW-Wert auf 0,35 senken. Viel tiefgreifender als die optisch auffälligen Spoiler und die häufig georderten Bicolor-Lackierungen waren die technischen Änderungen, die das Versprechen eines echten Sportwagen erfüllten. Die größten Änderungen hatte durch den Lade-Eingriff das von Audi übernommene Aggregat erfahren, das nun vor dem Einbau am Band in Neckarsulm auf einer speziell eingerichteten Montage-Linie in Zuffenhausen für seinen turbo-Einsatz vorbereitet wurde. Eigentlich blieb nur der Block unberührt, alle anderen Komponenten wurden gemäß des geänderten Konzepts modifiziert. 170 PS bei 5500/min blies der mit einem Druck von 0,7 bar arbeitende KKK-Lader dem Zweiliter-Vierzylinder ein, auf stattliche 245 Newtonmeter bei 3500 U/min war das Drehmoment erstarkt. Der 924 turbo befand sich jetzt auch preislich mit dem klassischen 911 auf einer Höhe. 39 480 Mark verlangte Porsche für den aufgeladenen Transaxle-Typen, für 3500 DM mehr gab es einen 911 SC mit Dreiliter-Sechszylinder! Schon 1979 ging der 924 turbo in die zweite Runde, zur Zeit seines Erscheinens war er der leistungsfähigste Zweiliter-Sportwagen der Welt, wie in der Pressemitteilung betont wurde. 177 PS leistete das Aggregat, das maximale Drehmoment war auf 250 Newtonmeter geklettert. Nach nur 7,7 Sekunden passierte der turbo die 100 km/h-Marke und erreichte eine Spitze von beeindruckenden 230 km/h. Beindruckend war aber auch der Verbrauch des Triebwerks nach der Formel „Turbo läuft - Turbo säuft”. Die Karriere des aufgeladenen Transaxle-Porsche rettete es nicht mehr. 1984 war nach nur 12 666 Exemplaren Schluss. Immerhin: 911 und 928-Fahrer schauten jetzt häufiger mal in den Rückspiegel, ob da nicht was Buntes am Horizont auftauchte. Und das Genörgel war auch verstummt. Die Porsche-Welt hatte sich verändert. Eine Auswahl für den Porsche 924 finden Sie im autoteile99 SHOP
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